Wichtige Infos

Geschichte

Die Ersterwähnung des heutigen Lay-Hauses geht auf die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück, es ist somit eines der ältesten Häuser der Stadt. Mit der Besiedlung der Gegend wurden hier die Franken mit einem landwirtschaftlichen Anwesen sesshaft.

Um 1500

erwirbt Georg 1. von Schönberg das Gebäude.

1571

wird die Dorfschenke zum Lehn-und Erbgericht umgebaut. Der uralte Drei-Seiten-Hof mauserte sich in den folgenden Jahrzehnten im Verbund mit dem Rittergut zur Brauerei. (Auch lag auf diesem Anwesen das Braurecht, welches über Hartmannsdorf und Burgstädt bis nach Köthensdorf reichte.)

1754/57

erweiterte man die damalige Rittergutsbrauerei durch den Anbau eines neuen Dorfgasthofes. 

So manches Detail aus dieser Zeit ist im Lay-Haus liebevoll restauriert heute noch zu sehen: die alte Renaissancedecke im Restaurant „Braumeisterstube" aus dem 16. Jh., die Münzen im Fußboden des Foyers, sowie die alte Fasswinde im Kellereingang.

Ab 1785 bis 1826

dient der ‚Tanzboden‘ der Schenke als Versammlungsstätte der Limbacher Strumpfwirkerinnung.

1869

am 31. Mai betritt Karl May die Wirtschaft und entwendet fünf Billardbälle. Aus dem geplanten Verkauf wird allerdings nichts. Karl May muss die verruchte Tat im Waldheimer Gefängnis abbüßen.

Ab 1913 bis 1992

befindet sich hier die Stadtbrauerei und Weinkelterei.

1950

wird die Familie Lay Eigentümer des Hauses und nutzt es als Weinhandlung und Süßmosterei.

1973 bis 1990

gehörte der Betrieb zum Volkseigentum der DDR und wurde zum „VEB Früchteverarbeitung“ umbenannt.

1993

Nach der Rückgabe des Gebäudes an die Familie Lay ist es nun soweit. Der Felsenkeller Lay wird feierlich eingeweiht. Bis heute ist dieser Gastraum im natürlichen Stollen weltweit einzigartig.

1995 bis 1997

fast 3 Jahre dauert die umfangreiche Rekonstruktion und Neubau des Hotels. Ein Blick in das heutige Foyer mit der Bruchsteinwand und der Türfassung, liebevoll saniert, lässt sich noch heute die Architektur aus der Zeit der Romanik (12 Jh.) bestaunen.

Im Oktober 1997

eröffnete das Hotel Lay-Haus.



Warum das „Lay-Haus“ heißt, wie es heißt! 


Dafür gibt es 4 Gründe: 

  1. In der Region der Eifel bis ins Luxemburger Land ist der Begriff „Lay“ die Bezeichnung für Schiefer bzw. Schieferfelsen. Den Dachdecker bezeichnet man als „Layedecker“. Auch gibt es eine Vielzahl von Weinbezeichnungen an der Mosel im Zusammenhang mit Lay. Gold-Lay, Schwarz-Lay, Fürst-Lay usw. Gute Weinbaulagen sind oft Schiefergebiete. 

  2. Auch der Berg, auf dem das Hotel „Lay-Haus“ gebaut ist, ist Schiefer. In diesem Fall ist es Glimmerschiefer. Und natürlich auch der Felsenkeller. Man sitzt also im „Lay“. 

  3. Es ist der Eigenname der Familie Lay und stammt ebenfalls von der Mosel. Die Vorfahren der Familie Lay waren Moselwinzer. 

  4. Jetzt kommt die Orthographie mit ins Spiel und die Wortspielerei. Lay-Haus und Leihhaus führt zu manch einer lustigen Verwechslung die von uns durchaus gewünscht ist und uns schon manches Mal zum Schmunzeln gebracht hat.